Fallbeispiel

Problempferd und seine Entwicklung!

Fast ist nun 1 Jahr vergangen und das Erlebte Revue passieren zu lassen und euch einen Einblick in unsere Arbeit zu schenken. 

Mit einer Email begann der gemeinsame Weg mit Lou!

Hallo Frau Völkel,

ich habe vor 3 Jahren einen Donnerhall Nachkommen gekauft. Er war 7 Jahre und auf dem Stand eines 4 jährigen.. Absolut nicht ausbalanciert und konnte nichts, aber sehr fein in der Hand. In den 3 Jahren habe ich Unterricht genommen und ihn in Beritt gegeben. Er musste immer überzeugt werden, zu arbeiten, aber wenn der Gang drin ist, läuft er sehr gut, außer im Galopp in der Halle.. Im Gelände kein Problem.. Alle Gangarten und absolut nicht schreckhaft. Hatte schon einige Reitbeteiligungen, die ihn in der Halle absolut nicht ans Laufen bekamen und mit der letzten hat er das steigen angefangen. Blockiert, steigt, schlägt nach dem Schenkel und geht keinen Meter. Vorher lief er bei mir, aber letzten Sonntag das gleiche bei mir.. Ich arbeite ihn sehr abwechslungsreich.. Er liebt Zirzensik und Bodenarbeit, was ich auch immer mache, aber weiß mir momentan keinen Rat mehr. Gesundheitlich ist er durchgecheckt und fit. Hoffe, dass Sie mir helfen können und würde mich freuen, wenn wir kurzfristig mal einen Termin machen könnten.  

Soweit so gut! Die ersten Fragen schossen mir in den Kopf. 

1. wie ist sein jetziger Ausbildungsstand? Welche Entwicklungsschritte hat er in den 3 Jahren gemacht?

2. Was möchte die Besitzerin, wo liegt ihr Schwerpunkt? Was möchte sie erreichen?

3. Von wem und was genau wurde gesundheitlich untersucht? 

4. Was ist passiert dass das Pferd anfängt zu steigen?

5. Ist er wirklich zu 100% gesund?

Das waren die Antworten auf meine erste Mail!

Bis jetzt ist das Pferd würde sagen auf A Niveau, wobei ich wie gesagt, beim galoppieren in der Halle Probleme habe. Er wurde 1x wöchentlich von unserer Reitlehrerin geritten, wo er auch galoppiert.  Nur wenn es an die Arbeit geht, ist er am Anfang stur, danach läuft er aber sehr gut. Er wurde osteopathisch untersucht. Hat aber körperlich nichts. Da bin ich mir 100% sicher.

Ehrlich gesagt hatte ich da schon ein ganz anderes Bild und Gefühl zu dem Pferd!

Die erste Begegnung!

War erschreckend und eindeutig! 

1. Beim putzen und satteln schon zeigten sich schon die ersten Anzeichen von Unwohlsein. 

2. Schritt reiten, in der Reithalle, nur sehr widerwillig, schleichend, falsches treiben der Reiterin

3. Antraben nicht mehr möglich, sofortiges steigen auf die Hilfengebung. Die Reiterin sprang direkt vom Pferd!

Um herauszufinden wie und was das Pferd fühlt, musste ich selber aufsteigen und schauen was passiert. 

Mir kam sofort eine Welle von Emotionen und Gefühlen entgegengeflogen, das war richtig alarmierend!

Er vermittelte das Gefühl von abgrundtiefem Hass gegenüber dem Reiter und dass er mit allen Mitteln dagegen angehen wird.

Es war sofort klar das Lou in seiner eigenen „Zwangsjacke“ steckte. So etwas habe ich noch nie auf einem Pferd in dieser Form gespürt.

Bei dem kleinsten Gedanken den nächsten Schritt zu tätigen rollt er sich ein, tritt, steigt, verweigert jede Zusammenarbeit, beißt sich in die Brust und das Chaos nimmt seinen Lauf. Gegenwehr auf jeder Ebene.

Selbst das einfachste Anreiten im Schritt war nicht möglich. Nur unter den Bauch treten und steigen. Er war war völlig überfordert da ich die Zügel auf den Hals gelegt hatte und mein treiben völlig anders war. 

Um die „Zwangsjacke“ zu öffnen, schossen mir die nächsten Optionen für Lou durch den Kopf. Ein neuer Plan musste her. 

Lässt er sich im Gelände reiten? Antwort ja klar! Also Tür auf und ab ins Gelände. Bis zur ersten Kreuzung und da war dann auch schon Ende.

Nächste Frage „lässt er sich am Reitplatz reiten? Antwort ja klar! 

Am Platz zeigte er dasselbe Verhalten wie zuvor. Als würde er immer wieder die Replay-Taste drücken.  Für mich war es erschreckend und entsetzlich, immer wieder die Rückmeldung zu bekommen, dass er mich am  liebsten „umbringen“ möchte! Selbst ein einfaches Schultern weichen lassen war nicht möglich! Völlig überfordert, aber doch irgendwie offen, drehte er sich zumindest zu mir um und schaute mich an. Die krasse Reaktionen auf die Hilfen konnten nicht nur gegen den Reiter sein, sondern mussten auch Schmerzen beinhalten.  

Mein unerschütterlicher Wille dem Pferd helfen und verstehen zu wollen, brachte mich zu meiner nächsten Option: „ich hätte gerne eine Longe“ Antwort: Um Gottes Willen, er lässt sich seit über 2 Jahren nicht mehr longieren. Er geht durch Absperrungen, reißt sich los, steigt, zieht Spuren in den Sand und geht nicht!  Dabei haben sich die Reiter verschiedene Blessuren eingefangen.

Es gestaltete sich sehr schwierig, aber ich konnte ihn dann mit meiner Körpersprache und meiner Energie dazu bewegen, um mich  herumzulaufen. Es war schleppend, aber ich habe es geschafft ihn in die Bewegung zu bringen.

Mir war sofort klar, den beiden kann ich helfen!

1. Erkennen welche körperlichen Einschränkungen er hat. Ich hatte ja schon beim putzen und satteln gemerkt, das was nicht stimmt! 

2. Lou verstehen und einen entsprechenden Plan entwickeln, um die Konditionierungen zu durchbrechen und somit zu lösen.

Normalerweise würde solch ein schwieriges Pferd zu mir holen, um täglich mit ihm zu arbeiten. Das ging aber aus verschiedenen Gründen  nicht und wir einigten auf eine Zusammenarbeit 2 x die Woche.

Erster Schritt war mit meinem Eavet (Metavital Horse) in den Stall zu fahren und herauszufinden, was ihm fehlt. Er hatte eine Magenschleimhautentzündung. Es zeigten sich verschiedene Erreger im Magen und der Darm war auch nicht in Ordnung. Zusätzlich brauchte er noch eine osteopatische Behandlung. Futteroptimierung und Zusatzfutter wurden besprochen. Wir gaben Lou die nötige Zeit sich zu erholen.

Als es ihm gesundheitlich besser ging, fingen wir dann mit Führtraining und Longenarbeit an. 

Ich brauchte unglaublich viel Ruhe, Gelassenheit aber am allermeisten eine sehr deutliche Körpersprache und Positionierung. Mit Druck kam ich eh nicht weiter und verhauen wollte ich ihn erst Recht nicht. Das hatte er zuvor zu genüge durchlebt gerade an der Longe! Also musste ich mich viel bewegen, Stabilität vermitteln, mentale Stärke beweisen, und ihm Ruhe und Geduld schenken

Die positiven Fortschritte an der Longe haben uns dazu bewegt, es nochmal mit dem reiten zu versuchen. Was soll ich sagen, das ging erstmal voll daneben. Seine Konditionierung gegenüber dem Reiter war noch so gewaltig. Ich war auch der einzige Mensch der mit ihm arbeiten durfte, auch an der Longe. Jeder Versuch, jemand anders mit zu installieren scheiterte.

Nächste Idee.. ich longiere und nehme einen Reiter mit aufs Pferd. Gesagt, getan: Einen Tag ganz gut, das nächste Mal wieder völlige Verweigerung! Ein Auf und ab, das war gar nicht schön. Wir haben seine Überforderungen gespürt und sind sofort einen Schritt zurück gegangen.

Nächster Schritt Doppellonge. Laut Besitzerin kennt Lou die DL und würde er auch gut machen, nun gut. Das eskalierte erstmal, denn das was er bisher beigebracht bekommen hat, war sehr ernüchternd. Die Not macht erfinderisch und Plan B trat in Kraft. Zu zweit und einer führte die einfache Longe, gab ihm Sicherheit und ich übernahm nur, wenn es ging und er loslassen konnte.. 

Parallel dazu sollte die Claudia lernen wie sie ihn richtig longieren kann. Das ging sehr schnell richtig gut, denn sie hatte jetzt viel schon durch das zuschauen gelernt und wusste, worauf sie zu achten hat. Lou war jetzt auch soweit und fing an das gut zu tolerieren. Das war nocheinmal ein großer Schritt. Dazu konnten wir anfangen auszureiten. Man bemerkte bei ihm eine Wesensveränderung, denn nach ein paar Ritten ging Lou an jeder Kreuzung einfach weiter, wo er zuvor immer gestanden hat, gestiegen ist und umdrehen wollte. Diese Ausritte waren für alle Beteiligten echt entspannend und wurden von mal zu mal besser. Jetzt langsam lockerten sich auch etwas seine „Zwangsjacke“ die Konditionierung dem Reiter gegenüber.

Leider hatten wir immer wieder verschieden Pausen. 1 x musste ein Sarkoid entfernt werden, was viel länger dauerte als gedacht. Dann hatte ich einen Bandscheibenvorfall und durch Urlaub und sonstiges konnten wir nicht beständig durcharbeiten. Aber auch das hat keinem geschadet und dafür ging es in den letzten Wochen nochmal richtig gut vorwärts. Durch die DL konnte ich ziemlich schnell die Blockaden lösen und er fasste weiter zu uns Vertrauen. 

Jetzt muss ich erstmal ein Kompliment an meine Freundin und beste Gehilfin Lorena machen. Sie hat sich völlig fallen lassen und hat entweder gesungen oder gelacht und das auch in harten Situationen. Wir haben einen Vorteil und zwar dass wir uns ohne Worte verstehen und jeder weiß worauf es ankommt, aber vor allem, dass jeder sich auf den anderen verlassen kann. Diese Verbindung ist unsichtbar, echt magisch und was ganz besonderes. Darüber können wir den Pferden helfen und eine unglaublich gute Unterstützung sein. Sie wollte mehr wie einmal absteigen und hat mir trotzdem vertraut, weiter gemacht.

Ein großes Lob auch an Claudia! Sie konnte nur von außen zuschauen, uns lange Zeit nicht helfen, musste einiges schlucken und ihr Ego zügeln. Jetzt bekommt sie langsam, die wohlverdiente Belohnung. Vielen Dank für das Vertrauen!

Natürlich haben wir versucht ihm viel Abwechselung zu geben. Ein  Training mit Stangen oder auch von einem Handpferd aus. 

Das war ganz spannend! Lou verweigerte jegliche Zusammenarbeit und gab Lorena das volle Gefühl der „Zwangsjacke“ und einer Überforderung. Sie wollte absteigen, aber sie vertraute mir und hielt diesem Druck stand und hat für Lou „gefühlt“. Das endete in einem befreiendem Weinkrampf und sie hat damit viele negative Emotionen von ihm gelöst. Wir lösen sonst auch Emotionen, aber das hat alles bekannte überschritten. Das alleine hat ganz viel Zwang und Last  genommen. Der Stallgemeinschaft fiel danach auch eine positive Veränderung an Lou auf. 

Was seht ihr hier und was fühlt ihr wenn ihr das Video schaut?

Hier kommt die Beschreibung aus Lorena`s Sicht:

Lou hat mich als Reiter in keinster Weise weder akzeptiert, noch toleriert. Dieses absolute gegen mich sein, erzeugte einen unglaublichen, fast unerträglichen Druck in mir. Mein erster Gedanke: Flucht! Ich muss von diesem Pulverfass runter, doch mein Vertrauen in Anja und die jahrelange Bindung lies mich spüren, mir wird nichts passieren. Ich konnte mich ganz auf Lou`s Gefühl einlassen und fühlte, dass es sein Druck und sein Problem des sich „nicht verstanden seins“ ist, was da ans Tageslicht kam.  All das floss durch mich hindurch, gefolgt von dem Gefühl der „Zwangsjacke“, Traurigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit.(Video ca. 2:35) Heulend und mit Erleichterung, diese Gefühl zugelassen zu haben und es raus zu lassen, bewegte Lou sich mit mir zusammen ins Vorwärts.  

Eine unglaublich befreiende Erfahrung, für mich und Lou. Das ebnete den gemeinsamen Weg der Zusammenarbeit, da Lou uns sein Vertrauen schenkte. Wir wussten, ab hier geht`s zusammen weiter.

Nach dieser Trainingseinheit waren beide echt fertig und geschafft, wie man erkennt. Das gemeinsam Erlebte hat stark zusammen geschweißt!

Das war das erste Mal, dass Lorena als Reiterin mit ihren Hilfen „einsteigen“ durfte und Lou auf den treibenden Schenkel reagiert hat. Sie konnte ihn auch selbständig angaloppieren. Man erkennt, dass er mit Reiter „schwankt“ nach außen zieht und noch völlig unausbalanciert geht. Dadurch wird er auch immer wieder zu eng, das nehmen wir aber zur Zeit noch in Kauf. Er möchte sich am liebsten sofort an die Bande schmeißen und auch von da nicht mehr zurück in die Bahn gehen. Das wird bei jedem abwenden deutlich. Aber wir waren schon ganz glücklich dass er endlich wieder etwas Vertrauen zu uns aufbaut. Jeder Schritt in die Richtung wird sofort wahrgenommen und stark belohnt! 

Diese Einheiten haben wir zur Stabilisierung erstmal beibehalten. 

Das hat uns einen riesen Sprung vorwärts gebracht. 

Im nächsten Video zeigt sich ein enormer Fortschritt beim freien Reiten. Dieses gelingt allerdings gerade nur in der Kombination, das Lorena reitet und ich vom Boden aus unterstütze. Jeglicher anderer Versuch ist bisher gescheitert, was wir erstmal akzeptieren und so das Vertrauensverhältnis stärken können. Wie ihr seht geht es zur Zeit auch nur an der Bande entlang und evtl. schon am Zirkel. Im Schritt klappt das abwenden schon recht gut. 

Wir sind sind stolz, auf das, was wir bisher erreicht haben! Zu beachten ist die letztlich geringe Zeit, die uns zur Verfügung stand. Berücksichtigt man die Pausen und nur 2 Trainingseinheiten in der Woche ist das ein enormer Erfolg. Dazu können wir noch berichten das wir Claudia mit in unsere Einheiten des Reitens einbinden können und das Beide zueinander finden, zumindest schon an der Longe.

Getreu unserem Motto DU + ICH = WIR 

Wir werden ganz in Ruhe weiter arbeiten und bestimmt irgenwann ein Update posten. 
Ziel ist ein enspanntes Pferd, das Last aufnimmt, sich selber trägt und dabei auch viel Spaß an der Arbeit, mit dem Reiter, hat!

Reitmeditation

Reitmeditation mit und auf dem Pferd!

Meine Art der Reitmeditation ist ein magisches Erlebnis und hebt das „verlernte Fühlen“ in den Vordergrund 

Der neue Weg mit dir und deinem Pferd im Einklang, viel Gefühl und in Harmonie zu arbeiten! So stärkst du intensiver die magische Verbindung von dir und deinem Pferd. 

Durch das gemeinsame Arbeiten kommen die Emotionen viel deutlicher aus der Tiefe an die Oberfläche. Wir nehmen die Gefühle wahr, geben ihnen Raum zur Entfaltung, um sie daraus anzunehmen und schlussendlich lösen zu können. Nicht umsonst kennen wir den Spruch „Dein Pferd ist der Spiegel deiner Seele“. Unsere Pferde zeigen uns genau wohin wir den Fokus legen sollten. Wir erleben wundervolle Momente und stärken dadurch die Verbindung. 

Die intensiven Übungen helfen eine Verknüpfung zu deinen Emotionen und Gefühlen herzustellen. Durch das hineinfühlen entsteht ein unsichtbares Band vom Reiter zum Partner Pferd und umgekehrt. Die Bewegungen nehmen dich mit in eine gefühlvolle Meditation, im Einklang mit dir und deinem Pferd.

Damit aus dem

DU + ICH = WIR

 

entsteht!

Pures Vertrauen, freie Bilder, Aufarbeitungen und lösen von Spannungen ermöglichen uns Neues wahrzunehmen. Wir ändern alte Bewegungsmuster, erkennen Ängste, Trauer, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und viele andere Gefühle. Erkennen was sie in uns auslösen,  woher sie stammen um sich von ihnen zu befreien. Das loslassen bringt Bewegung in den Körper. Wir fördern das Wohlbefinden, bauen Stress ab,  führen Veränderung des Sitzes ganz ohne Druck und Stress herbei. Alles das sind positive Effekte dieser gefühlsreichen Reitmeditation.  

Wir erfahren wie unsere Pferde uns ehrlich spiegeln, bedingungslos unterstützen und alles für unsere gemeinsame Leichtigkeit geben. 

Harmonie bedeutet im Einklang mit mir und meinem Pferd zu sein. Ein magisches Band zu knüpfen, um daraus dem Alltag einfach mal zu entfliehen.

  • Tolle Entspannungsübungen
  • Kopf aus – Herz und Gefühl an
  • Befreiend
  • innere Ausgeglichenheit
  • Emotionen wahrnehmen
  • Zufriedenheit
  • Stressabbau
  • Wohlbefinden fördern
  • neue Körperwahrnehmung
  • mehr Balance
  • die innere Mitte finden
  • magisches Zusammenspiel
  • Harmonie
  • Vertrauen stärken

Ich lade dich ein mit mir „NEUE WEGE“ zu gehen!

Lesenswert

Erfahrungsbericht: Problempferd Lou und seine Entwicklung!

 
 

Fast ist nun 1 Jahr vergangen und das Erlebte 

Revue passieren zu lassen und euch einen Einblick in unsere Arbeit zu schenken.   Weiter lesen…

  

Erfahrungsbericht und Nachricht einer Pferdebesitzerin:
8-jähriges Pferd, müde, schlapp, keine Lust, hustet
gescannt am 04.01.2020

Dieses Pferd hatte schon heftige Probleme und die Kliniken konnten nichts mehr weiter herausfinden. Wir haben Informationen aus der Lunge und dem Herz und anderen Teilen des Körpers bekommen. Das heftigste allerdings war das wir Borrelien tief in den Zellen des Herzens gefunden haben. Wir haben dann das Gewebe, die Zellen gestärkt. Dazu die Bakterien geschwächt und entsprechende Zusätze getestet um dem Pferd zu helfen. 14 Tage später kamen die ersten Berichte.

17.01.2020

Hallo Anja, Win ging gestern sehr flott an der Longe. Allerdings hat er nach einigen Wochen leider wieder tief aus dem Bauch gehustet. Beim Putzen. Beim Longieren nicht. Ich werde jetzt wieder täglich inhalieren. – Heute werde ich endlich mal wieder reiten und schauen, wie er sich im Trab und Galopp macht. Werde berichten.

18.01.2020

Hallo Anja, im Gelände war mein Pferd richtig gut. Im Trab und kurzem Galopp musste ich ihn zeitweise richtig zurückhalten. Ich hoffe,dass seine Energie aus den Zusätzen resultiert, die Du ihm verschrieben hast – und nicht den Frühlingsgefühlen. Gestern an der Longe ging er auch sehr zügig. Allerdings muss ich anfangs immer mit Peitsche hinterher laufen. Im Schritt bleibt er noch recht gemütlich. Da muss ich permanent dranbleiben.

20.01.2020

Es ist unglaublich. Ich war  heute mit ihm auf dem Platz , nachdem ich zum Aufwärmen ums Weide-Eck geritten bin. Er ist richtig energievoll getrabt, richtig cool. Galopp war auch flott, nicht ganz so wie der Trab. Habe nicht zu lange gemacht, damit er nächstes Mal wieder motiviert ist. Ich freue mich riesig, dass er sich so entwickelt hat. 

Wenn er stabil läuft, werde ich Luftsprünge machen und das entsprechend dokumentieren.  

Ich bin gespannt und freu mich drauf!!!!

  

Stallgeflüster Januar 2020!!!!

Diesen Artikel findet ihr online bei Stallgeflüster http://stallgefluester.de/2019/12/30/kehrtvolte-der-richtungswechsel-fuer-pferd-und-reiter/, vielleicht habt ihr aber auch schon ein Exemplar geliefert bekommen. 

 

Kehrtvolte – Der Richtungswechsel für Pferd und Reiter

  

Borreliose, beim Pferd, mal anders erklärt mit dem Eavet Scan!

Heute möchte ich euch mal zeigen wie das geht mit dem Testen der Borreliose und wie man sie erkennt. Das ist einfach ganz anders als die TÄ es können und machen. Allerdings bekomme ich so heraus wo die Borrelien gerade aktiv sind. Dann kann ich verschiedene Zusätze, Tinkturen, Nosoden, Kräuter……testen und genau sehen was das Beste für das Pferd ist.

 

1. Bild:
Im ersten Bild seht ihr ein Gewebe in der Nasenhöhle. Dort erkennt ihr viele schwarze Quadrate. Diese Gewebe ist stark angegriffen und bedarf guter Unterstützung. Hier schaue ich mit welchen homöopathischen Mitteln, physischer Unterstützung, Heilsteinen…….ich dem Pferd helfen kann.
Allerdings ist das auch das erste Mal das ich die Borrelien an so einem doch ungewöhnlichen Ort gefunden habe. Da war ich auch echt überrascht, denn dort findet man sie nicht so oft.

2. Bild:

Jetzt sind wir eine Ebene tiefer, in einer Zelle, in der Nasenhöhle. Auch hier seht ihr ganz viel schwarze Quadrate.

In dem Bereich habe ich dann Borrelia Recurrens getestet. Auch hier ist alles sehr geschwächt und bedarf Unterstützung auf vielen Ebenen.

3 Bild:

Dort seht ihr viele gelbe Sechsecke auf den Borrelien. Diesen Borrelien geht es einfach „zu gut“.

Dieses Pferd möchte sich nicht gerne am Kopf anpacken lassen und an manchen Tagen lässt es sich kein Halfter anlegen. Außerdem ist dieses Pferd nervlich sehr angegriffen und zwischendurch auch unberechenbar, obwohl es normalerweise ein ganz ruhiges Gemüt hat. Manchmal steht es nur am Paddock, schlägt mit dem Kopf und scharrt unaufhörlich.

4. Bild:

Auf diesem Bild seht ihr Borrelien, die ich im Auge, Blut und Rückenmark gefunden habe. Allerdings seht ihr das diese schon anders aussehen und die sind auch nicht so aktiv, wie die anderen aus dem ersten Bild. Da sieht das Gewebe rundherum auch nicht so schlecht aus und damit ist klar wo die Borreliose gerade am aktivsten ist.

 Gestern hab ich ein Pferd gescannt bei dem die aktive Borreliose im Rückenmark und den Nervenbahnen in den Hinterbeinen saß. Dieses Pferd muskelt nicht auf, stolpert viel, fest im Rücken, lahmt leicht, ist manchmal total nervig und ungeduldig.
Ihr seht die Borreliose hat ganz viele Gesichter, mit Fieber, Steifigkeiten, Lahmheiten, nervlichen Belastungen, Schreckhaftigkeiten, geschwächtes Immunsystem, Muskelverspannungen, Muskelabbau, Sehprobleme, Augenerkrankungen, Koliken, Abmagerung, Hufrehe, Verhaltensstörungen, Headshaking, Allergien, geschädigte Organe, Hautveränderungen, vermehrte Infekte, Stoffwechselprobleme ……

Ich hoffe ich konnte euch so mal einen kleinen Einblick geben und klarer darstellen wie man Borreliose alternativ gut testen kann.

Und wer sich das mal genauer anschauen möchte, der kann mich vom 8.1 bis zum 12.1 in Münster beim K+K Cup in der Halle Münsterland besuchen. Dort stehe ich euch für alle Fragen gerne zur Verfügung!

  

KEIN PFERD BRAUCHT MÜSLI                             Erschienen bei Startseite

 
 

Sie sehen schön aus und duften gut! Dennoch braucht kein Pferd Müsli

Autorin: Doris Paschke

Das mag die Futtermittelindustrie jetzt natürlich bestreiten, aber ich bin der festen Überzeugung, dass überhaupt gar kein Pferd irgendein Müsli benötigt. Ja, natürlich werden die meisten Müslis vom Pferd quasi inhaliert. Und wenn ich ein absolut ekelhaftes Medikament untermischen muss, dann kann es mal sinnvoll sein, eine Handvoll davon zu geben. Aber bisher habe ich noch immer eine Alternative gefunden. Denn dann brauche ich mal fünf Handvoll und dann? Dann steht der Sack hier im Stall und viele denken sich: Naja, ich habe ihn bezahlt und dann gebe ich halt den Rest. Und schon sind wieder zehn Kilogramm Müsli im Pferd verschwunden.

Müsli – Verlockung für Pferdebesitzer

Manche finden es auch etwas nervig, wenn ich mich manchmal aufrege, dass andere Pferdebesitzer (und das sind nicht wenige) Müsli verfüttern. Klar, geht mich ja nicht wirklich was an. Doch wenn ich dazu mit einem „Müsli-Fütterer“ mal ins Gespräch komme, dann wird oft deutlich, dass sie/er sich bisher noch nie mit den Inhaltsstoffen vertraut gemacht hat.

Die Industrie macht es uns Pferdebesitzern ja leicht, den Verlockungen zu erliegen. Das ist gar keine Frage. „Für mehr Muskeln“, „für glänzendes Fell“, „für eine optimale Gelenkversorgung“ und viele weitere schlagkräftige Argumente soll uns vom Kauf überzeugen.

Inhaltsstoffe oder doch nur billiges Füllmaterial?

Wenn man sich die Inhaltsstoffe mal ansieht, dann wird eigentlich ziemlich schnell deutlich, dass da oft jede Menge billige Füllstoffe drin sind. Denn die Optik ist meistens durchaus ansprechend, oft riecht es appetitlich. Für uns Menschen, denn wir kaufen es ja für unser Pferd. Häufig sind jedoch Konservierungsmittel enthalten, denn sonst würde es schon nach kurzer Zeit weder gut aussehen noch gut riechen.

Die Kräuter-Illusion

Viele wissen inzwischen, dass in vielen Müslis Melasse enthalten ist, also Zucker. Doch dass zum Beispiel Pektin und Laktose ebenfalls echte Zuckerbomben sind, wissen schon deutlich weniger Pferdebesitzer. Und wenn das Müsli diverse „Zusatzfunktionen“ erfüllen soll – also gut für den Knochenbau, gut für den Fellwechsel etc. – dann müssen weitere Zusatzstoffe rein. Das sind beispielsweise Kräuter. Doch gerade bei der Kräuterfütterung ist es so, dass eine bestimmte Menge qualitativ hochwertiger Kräuter nötig ist, damit diese Wirkung zeigen. Dann ist es doch deutlich sinnvoller, die gewünschten und bestenfalls von einem Fachmann zusammengestellten Kräuter gezielt zu verabreichen. Denn wieviel Kilo Müsli soll ich denn füttern, damit mein Pferd seine 40 Gramm Kamille bekommt? Und sollten da so viele hochwertige Kräuter drin sein, dass sie eine echte Wirkung entfalten, dann darf das nicht dauerhaft gefüttert werden. In der Regel werden Kräuter kurweise gegeben.

Wann Kraftfutter sinnvoll ist

Wenn wir ehrlich sind, dann benötigen ganz viele Pferde überhaupt kein Kraftfutter. Denn richtig arbeiten, aus Sicht des Pferdekörpers, tun die wenigsten. Sie ziehen sich ihre Energie aus dem Raufutter.

Bei schwerfuttrigen Pferden, älteren Pferden oder echten Arbeitspferden kann eine maßvolle Gabe von Kraftfutter aus meiner Sicht durchaus sinnvoll sein. Doch dann bevorzuge ich Hafer oder gequetschte Gerste. Auch zum Untermischen von Medikamenten nutze ich andere Alternativen wie Heucobs. Ja, ich weiß, manche Pferde sind da extrem misstrauisch. Und natürlich ist es kein Drama, wenn ich dann für eine Woche das Zuckermüsli gebe, damit die verdammten Tropfen oder Tabletten endlich im Pferd landen. Doch halt kein ganzer Eimer und nicht so lange, bis der Sack alle ist. Und schon gar nicht als Ersatz, weil es zu wenig Raufutter gibt. Denn dann bringe ich den Stoffwechsel völlig durcheinander und da hilft am Ende kein Müsli, um alles wieder ins Lot zu bringen.

Werbeversprechen versus Wissen

Ich weiß, viele denken vermutlich: Was soll das, meinem Pferd geht es doch gut mit seinem Müsli und ist gesund. Trotzdem fände ich es schön, wenn man sich als Pferdebesitzer einfach mit diesem wichtigen Thema Fütterung auseinandersetzt und sich Wissen aneignet. Denn jede Industrie möchte verkaufen, das ist völlig klar. Und in jeder Industrie wird mit Werbeversprechen gelockt. Ich würde mir nur wünschen, dass es mehr hinterfragt wird.


Genügendes und gutes Raufutter ist für ein Pferd existentiell

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